Bundespolizeiseelsorge evangelisch

Wellen...

Erinnern Sie sich noch an den Song „Die perfekte Welle“ – ein Charthit aus dem Jahre 2004. Im Radio wurde damals das Lied der Popgruppe „Juli“ rauf und runtergespielt. Dann im Angesicht der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 in Asien mit 230.000 Toten haben viele deutsche Radiosender den Song aus dem Programm genommen. Aus Pietätsgründen.

Auch diesen Sommer reden wir von „Wellen“ und dem Umgang damit. Von der Flutwelle im Ahrtal. Von der 4. Corona-Welle, die jetzt auf uns zurollen soll. Auch da wird heftig diskutiert und geschrieben, wie man angemessen darüber reden und dabei handeln sollte. Auch innerhalb unserer Bundespolizei. In den meisten Fällen lernen wir, Gott sei Dank, mit Katastrophen umzugehen. Mit einer Pandemieerfahrung hierzulande mühsam erst seit anderthalb Jahren. Mir ist bewusst, dass es immer schon „wellen“-förmige Bewegungen im Leben gegeben hat und weiterhin geben wird. Und das einerseits in unserer Gesellschaft allgemein und andererseits im konkreten persönlichen Erleben. Mich faszinieren dann immer die Erfahrungen anderer Generationen vor uns damit. In „Wellen der Begeisterung“ und „Wellen der Krise“, wo Emotionen und körperliche Erfahrungen bzw. rationale Entscheidungen eine Rolle spielen. Was ich gelernt habe: grundsätzliche Werte und Tugenden auch Glaubenszuversicht können einen tragen, beflügeln und leiten.

Was auch immer für „Wellen“ wir noch erleben, ich wünsche uns und Ihnen, ein optimistisches Herangehen und bestmöglichen Umgang mit diesen. Weil auch gilt: „Lichtblicke sind wie Wellen auf dem Meer der Hoffnung.“ (Zitat: Gabi Krebs)


(Wolfram Schmidt, Pfarrer bei der Bundespolizeidirektion Pirna)

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