Bundespolizeiseelsorge evangelisch

Wutherbst oder Mutherbst? (Pfarrer Stefan Fratzscher (BPOLD M))

Welche  Sorgen und Belastungen werden den Dienst in den nächsten Monaten prägen? Wie kommen wir überhaupt über diesen Winter? 
In der Bergpredigt fordert Jesus: „Ihr sollt nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ 
Angesichts der großen Ängste dieser Tage mag das zynisch klingen. Doch Jesus will gar nicht, dass wir die Hände tatenlos in den Schoß legen. Das „Vor-Sorgen“ allein jedoch nutzt nichts, es braucht auch den Blick auf das, was mir geschenkt ist: Die Wärme von Menschen, die liebevoll mit mir umgehen. Dinge, die meinem Leben Farbe verleihen. Freundliche Worte. Menschen, die andere würdevoll Mensch sein lassen und sorgsam und verantwortungsvoll handeln. 
Was weiter hilft, ist das Vertrauen in uns und unsere Fähigkeiten, einander zu tragen und vor allem auch das Vertrauen in das Versprechen, das Gott einst schon Josua gegeben hat: „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ 
Oder übertragen in die Worte einer Dienstgruppenleiterin, die mir letztens auf die Frage, „wie denn die Lage sei“, geantwortet hat: „Naja, die Lage … Was soll ich sagen? Die Aufgriffszahlen haben `ne steigende Tendenz, was viele mittlerweise wirklich nervt. Auch diese Lage gilt es zu bewältigen und das das werden wir auch tun!“

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