Bundespolizeiseelsorge evangelisch

Angedacht Februar 2018

„Was Ihnen im Moment widerfährt, muss ein Desaster für Sie sein! Ich habe den Eindruck, dass Ihnen gerade Ihr berufliches Lebenswerk zerstört wird! Wie ertragen sie das?“

„Es ist sehr schwer. Ich bin mit Leib und Seele Polizist. Seit Monaten bin ich nun auf mich selbst zurück geworfen. Ich habe angefangen, mich auf das Wesentliche zu besinnen. Meine Frau und meine Kinder tragen mich - und ganz wenige, aber gute Freunde. Das gibt mir Kraft.“

Was ist das Wesentliche für mein Leben? Um diese Frage geht es in der Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt. Es ist der Versuch, in den 7 Wochen bis Ostern ein wenig anders zu leben als gewohnt. Eine begrenzte Zeit nach dem suchen, worauf es wirklich ankommt und was letztlich zählt und trägt.

Tiefer in den alltäglichen NEBEL sehen und das LEBEN einmal aus entgegengesetzter Perspektive betrachten. Da ist die Angst, etwas zu verlieren. Da wartet die Mühe, verzichten zu müssen. Aber: "Es scheint, dass Vollkommenheit nicht erreicht ist, wenn nichts mehr hinzuzufügen ist, sondern dann, wenn man nichts mehr wegnehmen kann." (Antoine De Saint-Exupéry)

Und indem ich das erkenne, kann es sein, dass "ich anfange mich auf das Wesentliche zu besinnen. … Das gibt mir Kraft", versicherte mir ein Bundespolizist am Telefon. Die wünsche ich Ihnen für Ihren Dienst.

 

Pfarrer Jörg Baruth, Bundespolizeipfarrer bei der BPOLD Berlin